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Freundeskreis des Deutschen Handballs e.V.

 

Spielbetrieb in Zeiten von Corona

 

WICHTIGE DOKUMENTE

FAQs zum Spielbetrieb in Zeiten von Corona

Frage 1: Wir haben einen positiven Corona-Fall in unserer Mannschaft, wie gehen wir damit um?

 

Im Falle von bestätigten Infektionen mit SARS-CoV-2 oder einem begründeten Verdacht hat

die Zusammenarbeit mit dem zuständigen Gesundheitsamt oberste Priorität. In einem zweiten Schritt muss auch der HVB informiert werden, um schnell die richtigen Entscheidungen treffen zu können und gegebenenfalls Konsequenzen für den Spielbetrieb in die Wege zu leiten.

 

Auf Verlangen der zuständigen Behörden ist unverzüglich die Anwesenheitsdokumentation

auszuhändigen, wenn festgestellt wird, dass eine Person zum Zeitpunkt der Veranstaltung krank, krankheitsverdächtig, ansteckungsverdächtig oder Ausscheiderin oder Ausscheider im Sinne des Infektionsschutzgesetzes war.

 

Folgende Schritte sollten befolgt werden:

 

       Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Gesundheitsamt

o   Austausch über die nächsten Schritte und weiteres Vorgehen

o   Kontaktnachverfolgung im Verein (s. Infografik des RKI)

       Informieren des zuständigen Verbandes (E-Mail an info @ hvberlin.de)

       Planung des weiteren Vorgehens im Verein

o   Notwendige Maßnahmen einleiten (Trainer, Spieler etc. informieren)

o   Auswirkungen auf den Trainingsbetrieb klären

o   Auswirkungen auf den Spielbetrieb (in Rücksprache mit dem Verband) klären

       Bei Bedarf: Informieren der Medien/Öffentlichkeit

o   Abstimmung mit Gesundheitsamt und Verband

o   Verfassen einer Pressemitteilung

 

Bei der Kontaktnachverfolgung unterscheidet das RKI abhängig von der Intensität des Kontakts

zwischen zwei Personengruppen:

 

       Kontaktpersonen der Kategorie I (höheres Infektionsrisiko; über 15 Minuten intensiver, direkter Kontakt)

       Kontaktpersonen der Kategorie II (geringes Infektionsrisiko; weniger als 15 Minuten direkter Kontakt)

 

Kontaktpersonen der Kategorie I werden vom Gesundheitsamt registriert und müssen sich

absondern. Bei Kontaktpersonen der Kategorie II werden vom Gesundheitsamt nur optional

Maßnahmen verhängt. Weitere Details zur Kontaktpersonennachverfolgung finden Sie auf den

Seiten des RKI. Alle weiteren Maßnahmen, wie z.B. die Anordnung von Quarantäne o.ä., sind vom zuständigen Gesundheitsamt abzuwarten.

 

Frage 2: Ab wann darf ich ein Spiel absagen, wenn in meiner Mannschaft mehrere SpielerInnen in Quarantäne sind?

 

Ein Antrag auf Absetzung eines festgesetzten Spieltermins ist zulässig, wenn die für den Verein zuständige Gesundheitsbehörde (oder sonstige Behörde) für mind. sechs der in den letzten drei Spielen eingesetzten SpielerInnen eine Quarantäne angeordnet hat. In diesem Fall ist die Spielleitende Stelle unter Belegerteilung unverzüglich zu informieren.

 

 

Frage 3: Wer haftet bei Verstößen gegen das Hygienekonzept?

 

Bei Haftungsfragen wird zwischen dem Zivilrecht (Schadenersatz, ggfs. über Versicherung abgedeckt, ggfs. Haftungserleichterung für Ehrenamtliche) und dem Strafrecht (pers. Strafen für natürliche Personen – nicht für den Verein, Geld- oder Freiheitsstrafen, nicht versicherbar) unterschieden. Zum Beispiel: Rechtliche Risiken bestehen, wenn Verkehrs- oder Aufsichtspflichten bei Minderjährigen fahrlässig oder vorsätzlich vernachlässigt werden. Zu den Verkehrssicherungspflichten zählen z.B., dass Tore gegen Umstürzen gesichert sein müssen oder keine gefährlichen/scharfkantigen Gegenstände am und auf dem Spielfeld zu finden sind. Bei den Aufsichtspflichten bei Minderjährigen ist entscheidend, was ein verständiger Betreuer, nach vernünftigen Anforderungen unternehmen muss, um zu verhindern, dass das Kind selbst zu Schaden kommt oder Dritte schädigt. Dies kann durch Belehrung, Aufklärung, Überwachung und Kontrolle, Eingreifen und Durchsetzen erfolgen. In Bezug auf Corona: Diese Kriterien werden auch bei der Einhaltung der Corona-Verordnung angelegt. D.h. solange ein Verein diesen Pflichten nachkommt und diese nicht fahrlässig oder vorsätzlich vernachlässigt wird nicht von persönlicher Haftung gesprochen. Bei Fahrlässigkeit wird nochmals zwischen einfacher und grober Fahrlässigkeit unterschieden.

 

Frage 4: Kann man etwaige Strafen durch das Ordnungsamt, die aufgrund eines Fehlverhaltens von Zuschauern oder Spielern entstanden sind an die Verursacher weiterreichen?

 

Wenn das Ordnungsamt kontrolliert und Mängel feststellt trägt der ausrichtende Verein die Konsequenzen (Vorstand nach BGB §26). Strafen können bei Nichtmitgliedern, z.B. Gästefans nur zivilrechtlich eingefordert werden.

 

Frage 5: Wie verhalte ich mich als Heimverein / Ausrichter, wenn sich ZuschauerInnen nicht an die vorgegebenen Hygieneregeln halten?

 

Der Heimverein / Ausrichter kann bei Verstößen gegen die Hygienevorgaben von der Ausübung des Hausrechts Gebrauch machen und die verantwortlichen Personen der Halle verweisen.  Sollten sich die betroffenen Personen immer noch weigern die Halle zu verlassen, muss im Notfall die Polizei gerufen werden. Das Spiel kann bei solchen Ausnahmefällen unterbrochen werden.

 

Frage 6: Kann ich mich als Heimverein oder Gastverein weigern zum Spiel anzutreten oder das Spiel abzubrechen, wenn sich die gegnerische Mannschaft nicht an die allgemeinen Hygieneregeln hält?

 

Ja, sofern erhebliche Bedenken bestehen, dass eine akute Gesundheitsgefährdung bzw. ein erhöhtes Infektionsrisiko aufgrund des Verhaltes des Gegners oder der Zuschauer in der Halle vorliegen.

 

Bei einem Spielabbruch aufgrund von Verstößen gegen das Hygienekonzept sollten die wichtigsten Informationen grundsätzlich im Spielprotokoll festgehalten werden. Sollte es gar nicht zu einem Spielbeginn kommen, weil sich eine Mannschaft bereits vor Spielbeginn weigert anzutreten, ist der jeweilige Spielleiter umgehend zu informieren. Die Wertung des Spiels wird im Nachgang durch den Spielleiter vorgenommen.

 

Frage 7: Darf ein Verein nur sog. „Heimzuschauer“ zu seinen Spielen zu lassen?

 

Nein, der Heimverein hat die Wahl entweder gar keine Zuschauer zuzulassen oder Zuschauer beider Vereine zuzulassen.

 

Dem Gastverein muss immer ein kostenfreier Zugang von maximal 18 Teilnehmern (SpielerInnen, Mannschaftsoffizielle), die später im Spielprotokoll erfasst werden, gewährt werden. Sofern Zuschauer (egal ob Heim- oder Auswärtsfans) zugelassen sind, müssen dem Gastverein mindestens 25 % der maximalen Zuschauerkapazität (festgelegt vom

Hallenbetreiber) zur Verfügung gestellt werden. Ein kompletter Ausschluss von Gästefans ist nicht gestattet.

 

Die maximalen Zuschauerkapazitäten der einzelnen Sporthallen hat der Handball-Verband Berlin auf seiner Internetseite veröffentlicht. Sofern keine Angaben zu einer Sporthalle gemacht wurden, kann sich der Gastverein im Vorfeld beim Heimverein / Ausrichter informieren.

 

Frage 8: Kann die Dokumentationspflicht der Spielbeteiligten (Spieler, Trainer, Betreuer, SR, ZN) über den ESB (nuScore) vorgenommen werden? Oder muss hier mit separaten Listen bzw. Registrierungssystemen gearbeitet werden?

 

In Absprache mit dem Landessportbund Berlin und der Senatsverwaltung ist die Dokumentation über den elektronischen Spielbericht nuScore für die am Spielbeteiligten ausreichend.

 

Frage 9: Was empfiehlt der Handball-Verband Berlin für die Dokumentation der Zuschauer?

 

Die Online-Plattform E-Guest (www.e-guest.de) bietet einen sehr guten und einfachen Dienst an, um der Dokumentationspflicht der Zuschauer nachzukommen. In diesem Fall wird mit QR-Codes gearbeitet, mithilfe dessen die Erfassung der Daten der Zuschauer komplett digital erfolgen kann.

 

Frage 10: Ist eine Erfassung der persönlichen Daten notwendig, wenn der Zuschauer die Corona-Warn- App nutzt?

 

Ja, die Corona-Warn-App ersetzt nicht die Dokumentation.

 

Frage 11: Müssen Zuschauer aus dem gleichen Haushalt sich auch an die Abstandsregeln und das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung halten?

 

Ja, alle Zuschauer (ohne Ausnahme) müssen zu jederzeit den Abstand von 1,50 m einhalten und eine Mund-Nase-Bedeckung tragen.

 

Frage 12: Empfiehlt es sich beim Einlass der Spielerinnen/Zuschauer deren Körpertemperatur mittels Infrarot-Thermometer zu überprüfen? Und ab welcher Temperatur müsste die Abweisung erfolgen?

 

Es besteht keine Verpflichtung zur Temperatur-Messung in der Corona-Verordnung. Ein Verein kann diese Maßnahme auf freiwilliger Basis durchführen, allerdings darf diese aufgrund möglicher Messfehler keine Auswirkungen auf direkt am Spielbeteiligte (Spieler, SR etc.) haben (z.B.: Verbot die Halle zu betreten).

 

Frage 13: Wie wird sichergestellt, dass genügend Zeiten vor, zwischen und nach den Spielen bestehen, um die Vorgaben für die Lüftung, Reinigung, Desinfizierung etc. der Halle umzusetzen?

 

Die Durchführungsbestimmungen des HVB geben für eine Ansetzung eines Spiels ausreichend Zeit vor, damit alle Hygienemaßnahmen eingehalten werden können. Zu knapp geplante Spieltermine werden vom System nuLiga nicht zugelassen.

 

Frage 14: Wie wird verfahren, wenn durch ungeplante Zeitverzögerungen die Zeiten inkl. der Hygienemaßnahmen für die nachfolgenden Spiele nicht mehr eingehalten werden können?

 

Die Gestaltung des Spielplans obliegt dem Verein, der vor Ort reagieren muss. Sollten die Hygienemaßnahmen nicht mehr eingehalten werden können, muss im Notfall ein Spiel abgesagt und neuausgetragen werden. In solchen Fällen ist der Verband und insbesondere die Spielleitende Stelle zu informieren.

 

Frage 15: Müssen Zeitnehmer und Sekretäre während des Spiels eine Mund-Nase-Bedeckung tragen?

 

Ja, für die Zeitnehmer/Sekretäre besteht während des gesamten Spiels eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Zum Schutze aller anwesenden Personen und der Minimierung des Infektionsrisikos werden keine Ausnahmen (Personen aus dem gleichen Haushalt) gemacht.

 

Für Unterbrechungen, die durch den Zeitnehmer vorgenommen werden, ist die Hupe/Horn der öffentlichen Zeitmessanlage zu nutzen. Erst wenn die Hupe nicht funktioniert oder nicht vorhanden ist, kann die Pfeife genutzt werden. Sofern die Pfeife genutzt wird, gilt als Zeitpunkt der Unterbrechung der Pfiff.

 

Frage 16: Muss die Abstandsregelung auf den Auswechselbänken eingehalten werden?

 

Nein, die Abstandsregeln im Auswechselbereich der Mannschaften wurde aufgehoben.

 

Frage 17: Aus welchem Grund muss in der Kabine und Dusche der eigenen Mannschaft auf Abstand geachtet werden und auf der Auswechselbank nicht?

 

Dies ist in der Corona-Verordnung des Landes Berlin niedergeschrieben. Hierauf hat der Handball-Verband Berlin keinen Einfluss.

 

Frage 18: In einigen Verbänden wird auf den Seitenwechsel nach der Halbzeit verzichtet, warum nicht in Berlin?

 

Im Sinne des Sports haben wir entschieden, dass ein Ausfallen des Seitenwechsels zu einer Benachteiligung einer Mannschaft führen könnte (Stichwort: „Spezialisten-Wechsel“). Auf den Seitenwechsel darf verzichtet werden, wenn sich die Mannschaften vor Spielbeginn darauf einigen. Die Schiedsrichter und das Kampfgericht sind über die Entscheidung, auf den Seitenwechsel zu verzichten, vom Heimverein zu informieren. Diese Entscheidung muss vor Spielbeginn in das Spielprotokoll einzutragen.

 

Frage 19: Dürfen Spieler in zwei Mannschaften eingesetzt werden (z.B. mJA und Männer)?

 

Grundsätzlich ist dies erlaubt. Der Einsatz in Training und Spiel muss dokumentiert werden. Sollte es zu einem positiven Fall kommen zieht eine Durchmischung natürlich größere Konsequenzen nach sich. Daher wird empfohlen, wenn möglich auf den Einsatz und das Training in mehreren Gruppen zu verzichten.

 

Frage 20: Kann das Duschen untersagt werden, wenn es zu wenige Kabinen gibt bzw. wenn sich der zeitliche Ablauf durch das Duschen verzögern kann?

 

Grundsätzlich wird das Duschen empfohlen und ist laut der Senatsverordnung erlaubt. Sollten die Kapazitäten nicht ausreichen wird empfohlen den Gästen das Duschen zu ermöglichen, da diese im Normallfall die weitere Rückfahrt haben bzw. evtl. auch nicht alleine im Auto sitzen. Letztlich muss jeder Verein im Rahmen seiner Voraussetzungen und der bezirklichen Vorgaben in der Halle entscheiden.

 

Frage 21: Wie ist die Einwilligung minderjähriger SpielerInnen für die Teilnahmeliste rechtlich zu bewerten? Hier müsste entweder eine zentrale Einwilligung über den Verband koordiniert werden oder aber eine Verpflichtung des (nicht-minderjährigen) Betreuers, dass die Einwilligung der Eltern vorliegt.

 

Das können wir nicht zentral vorgeben, für den Datenschutz ist jeder Verein zuständig. Es empfiehlt sich die Einwilligung der Eltern einzuholen, um die Daten der minderjährigen Spieler weitergeben zu dürfen.

 

Frage 22: Der Träger der Halle (Bezirk) lässt keine Zuschauer zu - kann man dagegen vorgehen?

 

Leider nein. Der Halleneigner entscheidet.

 

Frage 23: Gibt es Empfehlungen hinsichtlich Streamingdienste, falls sich Vereine dazu entscheiden, aufgrund geringerer Zuschauerzahlen ihre Spiele live im Internet zu übertragen?

 

Der Handball-Verband Berlin empfiehlt die Dienste von Sportdeutschland.tv (www.sportdeutschland.tv).

 

Frage 24: Wie wird ein Saisonabbruch in der Saison 2020/2021 geregelt?

 

Der Handball-Verband Berlin hat nach §52 a der DHB-Spielordnung entschieden, dass das Präsidium des HVB über den Abbruch und die Wertung der Saison entscheidet.

 

Frage 25: Sollten keine Schiedsrichter zu unserem Spiel erscheinen und wir haben uns dazu entschieden keine Zuschauer in die Halle zu lassen, wer soll das Spiel dann leiten?

 

Im Notfall müssen sich die Mannschaften darauf einigen, dass ein oder zwei Offizielle der Teams die Partie leiten.

 

Frage 26: Muss ich als Gastverein eine Teilnehmerliste inkl. persönlicher Daten an den Heimverein übermitteln, wenn dieser es in seinem Hygienekonzept fordert?

 

Nein, die Übermittlung der persönlichen Daten der Mannschaften an die jeweiligen Heimverein / Ausrichter erfolgt nur auf freiwilliger Basis. Der Schutz der Daten hat an dieser Stelle Priorität. Die Dokumentation der Anwesenheit der am Spiel beteiligten Personen erfolgt mithilfe des Spielprotokolls. Dieser Prozess ist bereits datenschutztechnisch geregelt.