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17.12.2016 09:49 Rubrik: Länderpokal 2017

Bundestrainer Sigurdsson beim DHB-Abend im Rahmen des Länderpokals: "Erfolg ist eine Einstellungssache"

Ehrgeiz, Talent, Begeisterung für den Sport und Leidenschaft – Eigenschaften, die laut Christian Schenk Leistungssportler auszeichnen. „Vielleicht auch ein wenig Demut.“ Der Olympiasieger von 1988 im Zehnkampf moderierte am Freitag in Berlin den DHB-Abend, zu dem die weit über 300 Talente aus 20 Landesverbände des Deutschen Handballbundes, die noch bis Sonntag das Turnier um den Länderpokal spielen, zusammengekommen waren. Auf dem Podium: Neben Bob Hanning, Vizepräsident Leistungssport des Spitzenverbandes, Bundestrainer Dagur Sigurdsson und Fabian Wiede, Nationalspieler in Diensten der Füchse Berlin.


Auf dem Podium: Moderator Christian Schenk, Fabian Wiede, Bundestrainer Dagur Sigurdsson und Bob Hanning (von links). (Foto: Schlotmann)

„Wir haben viele gute Spiele heute gesehen, auch den ein oder anderen Spieler, der uns vorher nicht aufgefallen war“, bilanzierte Hanning im Hotel Berlin, Berlin den zweiten Spieltag des Länderpokals. Der Vizepräsident warnte die Talente davor, die Erwartungen an das eigene Ich zu hoch schrauben. „Vielleicht sehen wir wirklich drei von Euch in acht Jahren bei den Olympischen Spielen, es werden einige in die Bundesliga und in die zweite Liga schaffen. Nicht jeder wird oben ankommen.“ Dennoch empfahl der Berliner den Talenten, nicht nachzulassen, an der handballerischen Zukunft zu arbeiten. „Fleiß schlägt Talent.“

Bundestrainer Sigurdsson und Fabian Wiede unterstrichen die Ausführungen des Vizepräsidenten. Wiede: „Man darf nicht zufrieden sein. Man muss immer den nächsten Schritt machen, um erfolgreich zu bleiben.“ Dagur Sigurdsson brachte es auf eine einfache Formel: „Es geht um drei Dinge: Angeborene Fähigkeiten, trainierte Fähigkeiten – und die Einstellung.“ Die Fähigkeiten seien zu addieren und die Summe mit der Einstellung zu multiplizieren. „Im Ergebnis ist Erfolg eine Einstellungssache.“ Und: „Es ist wichtig, dass man Spaß an der Sache hat, wenn man wirklich erfolgreich sein will.“

Jochen Beppler: „Sind im Jahrgang 2000 gut aufgestellt“

Jochen Beppler, Jugend-Bundestrainer männlich, nutzte den DHB-Abend, um den weit über 300 Talenten aus 20 Landesverbänden für deren Engament im Sport und deren Leidenschaft zu danken. Unterstelle man den Jugendlichen in der Öffentlichkeit oft fehlenden Leistungswillen, „haben wir das gestern und heute hier nicht gesehen.“ Beppler in einem vorgezogenen Fazit der Beurteilung der Spiele um den Länderpokal: „Wir glauben, dass wir im Jahrgang 2000 wieder gut aufgestellt sind.“

Mit dem Turnier in Berlin ende für das Gros der Talente die Förderung durch die Landesverbände. Der Jugend-Bundestrainer zur Qualität des Turniers um den Länderpokal: „Ich glaube, dass es selten eine Veranstaltung gegeben hat, wo wir alle 20 Landesverbände auf einmal vor Ort haben und sich die Sportler auch untereinander kennenlernen. Das ist im Sport etwas ganz Großes.“

Darüber hinaus biete der Wettbewerb jedem einzelnen Spieler die Möglichkeit, ganz eigene Erfahrungen zu sammeln. „Sei es mit Siegen umzugehen – oder auch mit Niederlagen.“ Erfahrungen, die auch in Charaktereigenschaften münden, „die sich weniger schnell entwickeln, als Techniken“, sagte Beppler gegenüber Christian Schenk, Olympiasieger von 1988 im Zehnkampf, der den DHB-Abend moderierte. 

Die Trainer des DHB schätzten die Möglichkeit, im Rahmen eines Turniers mit 20 Landestrainern auf einmal ins Gespräch zu kommen. Die Landesverbände hätten intensiv mit den Talenten gearbeitet, um sie auf das Turnier vorzubereiten.

Eliteschiedsrichter Schulze: "Mehrwerte für die Persönlichkeit"

„Wenn man an sich selbst arbeiten möchte, dann gehört es auch dazu, Fehler einzugestehen“, sagt Alan Schaban aus dem Schiedsrichter-Nachwuchskader des Deutschen Handballbundes. Gemeinsam mit seinem Gespannpartner Matthes Westphal und dem Eliteschiedsrichter Robert Schulze sprach Schaban Freitag von Ausbildungswegen im Schiedsrichterwesen und genauso über Motivation sowie An- und Einsichten.

Robert Schulze im Hotel im Hotel Berlin, Berlin: „Ich habe Handball schon immer geliebt. Wer einmal dem Sport verfallen ist, der kann nicht mehr loslassen.“ Als Jugendlicher habe sich der aktuelle IHF- und EHF-Schiedsrichter zum Ziel gesetzt, auch in großen Arenen Teil des Spiels zu sein. „Ich habe mir aber auch eingestehen müssen, dass es als Spieler dafür nicht reicht.“ Nach seiner Empfindung sei es schlussendlich egal, „ob man als Spieler, Torhüter, Trainer oder Schiedsrichter in den Arenen unterwegs ist. Eine Erfahrung ist es auf jeden Fall.“

Schulze zu den internationalen Einsätzen: „Du lernst nicht nur fremde Städte, sondern auch fremde Kulturen kennen. Das nimmst du für deine Persönlichkeit mit.“ Alan Schaban: „Man kann viel lernen, wenn man als Schiedsrichter unterwegs ist; unter anderem auch, in Konfliktsituationen ruhig zu bleiben. Und man sieht sehr viel, kann viele Kontakte knüpfen.“ 

Wünschen würden sich Robert Schulze, Alan Schaban und Matthes Westphal mehr Wertschätzung für die Leistungen der Schiedsrichter. „Gerade im Breitensport, in den Tiefen unseres Sports, und vor dem Hintergrund, dass wir viele junge Leute haben“, sagte Westphal am Freitag. „Wichtig ist, dass wir diese jungen Leute bei der Stange halten und sie auch wirklich Spaß am Schiedsrichterwesen entwickeln können. Da sind wir im Moment auf dem falschen Weg.“