Laserline
HVB auf Facebook
Letzte Änderungen
  1. Maßnahmen
    am 26.06.2017 um 15:06
  2. Maßnahmenplan 2017/2018 als PDF zum Download
    am 26.06.2017 um 15:01
  3. Oldieturnier
    am 26.06.2017 um 12:22
  4. mehr ...
Molten - For the real game
WIVO Vereinsbedarf
Freundeskreis des Deutschen Handballs e.V.
< vorheriger Beitrag
15.06.2017 17:29

"Alles ist möglich" - Anna Blödorn vor der Beach-EM im Interview

Am kommenden Dienstag, 20. Juni 2017, beginnen die Beachhandball-Europameisterschaften in Kroatien. Derzeit bereiten sich die Perspektivkader der Frauen und Männer in Frankreich vor, bevor es am Montag weiter nach Zagreb geht. Aus Berliner Sicht wird es bei den Frauen interessant, denn dort sind die Füchse-Spielerinnen Anna Blödorn und Sabrina Neuendorf aktiv. Fünf Länderspiele gegen Frankreich werden der Mannschaft helfen, sich vor dem großen Turnier zu finden. Im Interview sprach Anna Blödorn über ihre Nominierung, die Vorstellungen zur Europameisterschaft und über die Vorbereitung.


Anna Blödorn freut sich auf die Beachhandball-EM in Kroatien.

Anna, welcher Grund war ausschlaggebend für dich, in der Beachhandball-Nationalmannschaft zu spielen?

Anna Blödorn: Ich bin inzwischen 29 Jahre alt und bedauere es sehr, dass der Beachhandball erst jetzt an Popularität gewinnt. In der Jugend haben wir das immer gern am Wannsee gespielt und die letzten Jahre habe ich mit einer Freizeittruppe immer bei einem Spaßturnier an der Ostsee teilgenommen. Beachhandball habe ich also als Funsport kennengelernt. Dass das auch professionell mit System und (inzwischen reformierten) interessanten Spielregeln gestaltet werden kann, kommt meinem Bedürfnis nach Herausforderung ganz gelegen. Ich war letztes Jahr das erste Mal bei einem Lehrgang und es hat einfach Spaß gemacht! Auch dieses Jahr war es wirklich toll zu erleben, wie wir im Grunde von Tag zu Tag besser wurden und die Mädels sich ausnahmslos gut verstanden haben. Auch das Team der Offiziellen passt gut zusammen und zur Mannschaft. Ich würde also sagen, so ziemlich alles war ausschlaggebend für die Entscheidung: der Spaß, das Umfeld, die neue Herausforderung.


Es handelt sich um ein sogenanntes "Perspektivteam". Wie siehst du deine Rolle in der Mannschaft?

Anna Blödorn: Als ich das erfuhr, hatte ich noch keine Einladung zum ersten Lehrgang. Da ich schon alle Termine frei gehalten hatte, war ich ziemlich traurig, weil ich natürlich dachte, ich werde mit meiner spärlichen Beachhandballerfahrung wohl nicht mehr als (älteres) "Vorbild" infrage kommen. Aber Sabrina und ich wurden dennoch eingeladen, vielleicht aufgrund unserer Erfahrung im professionellen Handball. Naja, und die haben wir bei den beiden Lehrgängen auch gut nutzen können. Auch wenn Beachhandball prinzipiell anders ist, so ist das Grundverständnis ähnlich. Außerdem sind wir vertraut mit Situationen, in denen man Leistung unter Druck erbringen muss. Ich gehe also davon aus, dass man uns unter anderem deshalb mitnimmt.

Wie intensiv hast du dich auf die Beach EM vorbereiten können?

Anna Blödorn: In Berlin gibt es meines Wissens nach keine Beachhandballmannschaft, die regelmäßig trainiert. Dieses Jahr wurde allerdings wöchentlich ein offenes Training vom HVB angeboten. Da wir aber bis Ende Mai Handballtraining hatten, haben Sabrina und ich es nur einmal dorthin geschafft. Nach dem offenen Training konnten wir mit ein paar Freiwilligen noch an ein paar technischen Dingen feilen, das war gut! Ansonsten haben wir beide an den zwei Lehrgängen vom DHB teilgenommen. Dabei stand natürlich das Training im Sand im Vordergrund. Aber auch taktische Besprechungen in ruhiger Minute nach dem Mittagessen waren auf dem Plan, um das Training effektiver zu gestalten.

Mit welcher Erwartungshaltung gehst du an dieses Turnier heran und wie schätzt du die Chancen der Mannschaft ein?

Anna Blödorn: Da wir leider noch kein Testspiel gegen ein anderes Land hatten, fällt es mir sehr schwer, diese Frage zu beantworten. Ich kann nicht wirklich einschätzen, wie gut die anderen Nationen sind. Außerdem ist es auch schwierig uns selbst einzuschätzen, da wir bislang auch nur im Training gegen unsere eigenen Spieler gespielt haben und noch dazu völlig neu formatiert wurden. Wettkampfsituationen sind immer anders! Ich denke nach den Testspielen in Frankreich wird sich zeigen, was wir uns in der EM für Ziele setzen sollten. Grundsätzlich erwarte ich aber schon, dass sich jeder noch einmal ein wenig steigert, einfach durch den Kampfgeist und Siegeswillen. Außerdem ist durch die Spielzeit und die Zählweise beim Beachhandball alles möglich! 

Wer ist dein Favorit auf den Sieg?

Anna Blödorn: Ich habe mir sagen lassen, Dänemark, Norwegen, Russland, Kroatien, Ungarn wären ganz gut. Es sind Mannschaften, die sich bei den letzten Meisterschaften unter den ersten drei befanden.