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14.07.2017 16:37

Das HVB Zertifikat - Eine Möglichkeit zur verbesserten Struktur

Zahlreiche Berliner Vereine streben nach einer Verbesserung der eigenen Basis. Um diesen Vereinen den Weg dafür zu ebnen, möchte der Handball-Verband Berlin eine Unterstützung in Form des HVB-Zertifikats anbieten. Landestrainer Christian Fitzek hat es entwickelt.


Das HVB-Zertifikat wird für Leistungssport und Breitensport vergeben

Das Prinzip bei dem HVB-Zertifikat ähnelt dem Jugendzertifikat der DKB Handball-Bundesliga. Ziel des Jugendzertifikats ist die Sicherung qualitativer und kontinuierlicher Fort- und Weiterentwicklung von Talenten in den Profivereinen. Beim Handball-Verband Berlin geht es nun einen Schritt weiter, denn mit den HVB-Zertifikaten sollen sich die Vereine deutlich besser weiterentwickeln können. 

"Das HVB-Zertifikat ist dafür da, um eine verbesserte Struktur im Verein zu schaffen", erklärt HVB-Landestrainer Christian Fitzek. "Wir wollen allen Vereinen Unterstützung anbieten, damit sie sich in der Breite und im Leistungssport besser entwickeln. Druck üben wir allerdings nicht aus. Den Vereinen ist es freigestellt, unser Angebot wahrzunehmen und sich für ein Zertifikat zu bewerben." 

Zwei Kategorien des Zertifikats wird es geben: Das "HVB-Zertifikat für herausragende Jugendarbeit" ist für den Leistungssport bestimmt. Sobald sich ein Verein dafür bewerben will, nimmt der Handball-Verband Berlin gemeinsam mit einem Vereinsvertreter den Ist-Stand auf. Zu den definierten Regularien kann sich der Verein bei entsprechender Entwicklung für das HVB-Zertifikat im Leistungssportbereich bewerben.

Das "HVB-Zertifikat Breitensport" ist weniger an die Leistungsfähigkeit in der Spitze orientiert, sondern nimmt den Umsetzungsprozess von Strukturänderungen in Angriff. Zwar wird auch hier der Ist-Zustand im Verein aufgenommen, doch die Hilfe durch den HVB steht im Vordergrund. "Sobald ein Verein ernsthaftes Interesse zeigt, führen wir eine Bestandsaufnahme durch und stehen zur Beratung zur Verfügung", sagt Christian Fitzek.

Bei erfolgreichem Abschluss eines Zertifikats wird es für den jeweiligen Verein auch eine Auszeichnung des Verbands  und eine Belohnung geben. Die Vorteile des HVB-Zertifikats sind klar erkennbar. Zur professionellen Beratung  gesellt sich auch Sicherheit. "Alle Vereine mit einem HVB-Zertifikat werden regelmäßig mit dem HVB an einem 'Round Table' (runden Tisch) sitzen und über aktuelle Verbesserungsmöglichkeiten und Probleme sprechen", erklärt Christian Fitzek. "Gerade im Mädchen-Handball soll ein Zeichen gesetzt werden, um zur verbesserten Kommunikation zwischen Verband und den Vereinen beizutragen."

Wichtig ist das offene persönliche Gespräch, um die Grundsituation zu verbessern. Nur so können Probleme beseitigt werden. "Konflikte gibt es immer wieder. Oft thematisiert wurden zuletzt Vereinswechsel durch Abwerbungen anderer Vereine. Damit beschäftigen wir uns und wollen Probleme dieser Art in Zukunft gemeinsam lösen", erklärt Landestrainer Fitzek und fügt hinzu: "Der HVB fungiert gewissermaßen als neutrales Schiedsgericht, macht sich mit den Fakten vertraut und wiegt Vor- und Nachteile ab. Am Round Table wird dann über die Sachverhalte gesprochen und letztendlich nach einer Lösung gesucht. Manchmal ist es besser, wenn ein neutrales Auge außerhalb des Vereins mit dabei ist. Da kommt der HVB ins Spiel."

Ein weiterer wichtiger Punkt wird das "Ethikpapier" beim Erhalt des HVB-Zertifikats sein. Vereine, Verantwortliche und Trainer müssen sich an die festgeschriebenen Regularien halten. "Wenn beispielsweise ein Trainer eines zertifizierten Vereins oder ein HVB Trainer aktiv Spielerinnen zu einem Vereinswechsel auffordert, werden wir eingreifen und uns der Sache annehmen. Dies könnte dazu führen, dass Zertifikat wieder aberkannt zubekommen oder im zweiten Fall, dass er nicht mehr für den HVB als Trainer  arbeitet. Diese Entscheidung würde gemeinsam am Round Table gefällt werden", betont Christian Fitzek.

(Ein Bericht aus dem HVB-Magazin berlinerhandball)