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01.04.2019 13:36

Ein guter Schiedsrichter ist der, der entscheidet, wann er eingreift

Eine Fortbildung der besonderen Art durften jetzt die Handball-Schiedsrichter aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in Anspruch nehmen. Denn mit DHB Schiedsrichter Robert Schulze konnte vom Schiedsrichter-Ausschuss des HV Berlin ein Referent gewonnen werden, der nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit ein großes Ansehen genießt. In einem kurzweiligen Vortrag gab Schulze wertvolle Hinweise, wie man als Schiedsrichter während der Spiele am besten auftritt.


DHB-Schiedsrichter Robert Schulze während seines Vortrages. Foto: Hundt

Die magische Formel, auf die sich Schulze in seinem rund eineinhalbstündigen Vortrag bezieht, lautet: 100 Prozent. Denn das versucht jeder Schiedsrichter zu erreichen – sowohl auf dem Feld als auch im Privat- und Berufsleben. Nicht immer gelingt es aber auch, diese Marke zu erreichen, was an vielen Faktoren liegt. Ein besonders wichtiges Element ist dabei die eigene mentale Stärke, denn 45 Prozent der Leistung auf dem Feld sind davon abhängig, ob und wie man sich durch seine eigenen Entscheidungen und auch von seinem Umfeld beeinflussen lässt.

 

Schiedsrichter werden grundsätzlich – und sportartübergreifend – negativ betrachtet. Egal ob beim Handball, Fußball, Basketball oder den zahlreichen anderen Sportarten, die hierzulande in der Halle oder im Freien ausgeübt werden. „Schiedsrichter werden grundsätzlich immer negativ betrachtet“, wusste Schulze aus eigener Erfahrung zu berichten. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Liga man als Unparteiischer gerade im Einsatz ist. „Die Challenge ist überall gleich groß.“

 

„Fehler passieren und sind normal. Darum ist es wichtig, dass man seine eigenen Ziele vor dem Spiel immer klar definiert“, erklärt Schulze seine Herangehensweise an jedes Spiel. „Ein guter Schiedsrichter ist der, der entscheidet, wann er eingreift.“ Aus dem Grund bevorzugt Schulze auch meistens das kurze Gespräch mit den Spielern oder Trainern während des Spiels, greift nur dann zur gelben Karte oder zur Zeitstrafe, wenn es nicht mehr anders machbar ist.

 

Dass es jetzt im Berliner Sportforum zu der doch nicht alltäglichen Begegnung mit dem Schiedsrichter aus Magedburg kam, liegt an der neuen Philosophie von Schiedsrichterlehrwart Matthes Westphal und seinen Kollegen. Der Schiedsrichter-Ausschuss hat zu Beginn seiner Amtszeit entschieden, neben der jährlich stattfindenden Fortbildung zum Erhalt der Schiedsrichter-Lizenz weitere Fortbildungen mit unterschiedlichen Inhalten anzubieten. 

 

„Über den kurzen Weg sind wir auf Robert gestoßen, der bereits im vergangenen Jahr einige Vorträge dieser Art deutschlandweit gehalten hat. Wir sind der festen Überzeugung, dass wir allen Berliner Schiedsrichtern mehr Inhalt im Laufe des Jahres geben müssen, als nur in der turnusmäßigen Fortbildung. Alle Schiedsrichter müssen meines Erachtens die Möglichkeit bekommen, sich regelmäßig weiterbilden zu können“, so Westphal. Rund 70 Besucher im Seminarraum des Sportforums bestätigten, dass man sich bei den Schiedsrichtern im HVB auf dem richtigen Weg befindet.