Du bist hier: Home / News
< vorheriger Beitrag
01.08.2019 11:28

Innovativ und digital: Das neue DHB-Schiedsrichterportal geht online

In Sachen Trainer-Aus- und Fortbildung geht der Deutsche Handballbund mit dem Online-Trainercenter bereits einen zeitgemäßen, digitalen Weg. Nun werden die Schiedsrichter digital - am 1. August geht www.dhb-schiedsrichterportal.de online.


Innovativ, digital, informativ und mit Tausenden multimedialen Inhalten: Das neue Online-Schiedsrichterportal des Deutschen Handballbundes ist eine interaktive Lernplattform für jeden einzelnen der aktuell rund 20.000 Schiedsrichter in Deutschland, kann aber auch übergreifend von Schiedsrichterlehrwarten der Landesverbände und Gliederungen für die Aus- und Weiterbildung verwendet werden.

 

„Mit diesem modernen und zeitgemäßen Portal wollen wir gerade junge Menschen für das Schiedsrichterwesen begeistern, dem Schiedsrichterschwund entgegenwirken und zudem bundesweit einheitliche Standards in Aus- und Fortbildung von Schiedsrichtern schaffen“, sagt DHB-Schiedsrichterwart Wolfgang Jamelle (Dortmund): „Der Vorteil gegenüber den früheren gedruckten Unterlagen ist die viel höhere Aktualität.“

 

Das neue Schiedsrichterportal ist ein weiteres, langfristig geplantes Gemeinschaftsprojekt des deutschen Handballs. „Zusammen mit den Landesverbänden setzen wir den Digitalisierungsprozess fort und machen uns bereit für die Zukunft des Handballs. Dafür bündeln alle Beteiligten ihre Kompetenzen. DHB und Landesverbände unterstützen aktive und angehende Schiedsrichter auf allen Entwicklungs- und Niveaustufen und schaffen für sie ein zukunftsfähiges Zuhause“, sagt Mark Schober, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Handballbunds. Die jährlichen Lizenzkosten in Höhe von rund sechs Euro pro Schiedsrichter tragen die Landesverbände.

 

Das bietet das neue DHB-Schiedsrichterportal:

 

Online-Magazin: Aktuelle Meldungen und Nachrichten aus der Welt des Schiedsrichterwesens, von IHF, DHB oder auch den Landesverbänden.

 

HSR-Archiv: Alle Ausgaben der Fachzeitschrift „Der Handball-Schiedsrichter“ (HSR) der Jahre 2010 bis 2018 sind dort in einer Datenbank hinterlegt, eine Volltextsuche nach einzelnen Texten und Themen ist möglich.

 

Regelwerk: Für die gesamte Aus- und Fortbildung der Schiedsrichter sind dort nicht nur alle IHF-Regeln (auf Deutsch) hinterlegt, sondern diese werden auch detailliert erläutert, häufig mit Fotos (aktuell über 1000), Grafiken oder Videos (über 150). „Alle regeltechnischen Fragen werden analysiert und präsentiert. Ziel ist, dass immer neue Videos, Fotos und Fallbeispiele dort integriert werden“, sagt Jamelle: „Gerade dieser Bereich lebt von den permanent aktualisierten Inhalten.“


Downloadbereich: Dort ist nicht nur die aktuellste deutsche Version des IHF-Regelwerks zum Download hinterlegt, sondern ebenfalls viele Erläuterungen und noch mehr Schulungsmaterialien.


Regelfragenkatalog: Der gerade auf Deutsch veröffentlichte IHF-Regelfragenkatalog wird im DHB-Schiedsrichterportal gerade installiert - in einer völlig neuen, interaktiven Variante, ebenfalls zum Herunterladen.

 

In einem weiteren Schritt wird auf der Plattform eine Online-Schiedsrichter-Grundausbildung zur Verfügung stehen, die die Ausbildung neuer Schiedsrichter an der Basis vereinheitlichen und erheblich vereinfachen wird. „Viele Ausbildungsinhalte, die bisher in Präsenzveranstaltungen vermittelt wurden, können sich die Neu-Schiedsrichter dann online im Eigenstudium aneignen, so dass bundesweit ein einheitliches System der Neuausbildung umgesetzt wird“, sagt Jamelle. Selbstverständlich schließen sich an die regeltechnische Online-Ausbildung eine Prüfung und praktische Ausbildungsinhalte an der Basis an.

 

In Zukunft sollen weitere Bestandteile in die Schiedsrichterplattform integriert werden: eine Chatfunktion, eine kommentierte Videorubrik „Pfiff der Woche“ sowie eigene Bereiche für Landesverbände.

 

Jeder Schiedsrichter in Deutschland kann sich am Portal über seine LV-interne Kennung kostenlos anmelden, für das Portal können sich aber auch Externe - wie ausländische Schiedsrichter, Trainer, etc. - registrieren, für ein Jahresabo von 16 Euro. „Wir wollen keine Geheimnisse hüten, sondern transparent arbeiten“, sagt Jamelle.