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08.01.2020 13:24

Deutschland-Cup 2020 der Mädchen des Jahrgangs 2004 und jünger

Kaum ist das neue Jahr gestartet, geht es für die Mädchen der Berliner Auswahl des Jg. 2004 gleich zur Highlightveranstaltung nach Baden-Württemberg.


Foto: HVB

Die Latte für den Turniersieg beim Deutschland-Cup dürfte in diesem Jahr für die weibliche Landesauswahl des HV Berlin noch etwas hoch liegen. Doch eines ist sicher:

Die von Landestrainer Christian Fitzek und Auswahl-Trainerin Alina Labenski betreute Mannschaft wird sich auch in diesem Jahr wieder steigern können. Zu den Favoriten gehören die Teams aus Baden- Württemberg, Sachsen oder dem Mittelrhein.

 

Ein genaues Ziel kann und will Christian Fitzek für dieses Jahr noch nicht vorgeben. „Wir befinden uns in diesem Altersbereich in einer Findungsphase – wie andere Mannschaften auch. Wir wollen uns natürlich jedes Jahr verbessern und gerne mal unter die besten acht kommen“, so Fitzek.

 

Wichtig ist vor allem das erste Spiel gegen die Auswahl aus Thüringen. Mit einem Sieg gleich in der ersten Partie wäre eine Platzierung unter den ersten acht greifbar. Dazu müsste Berlin in der Vorrundentabelle allerdings auf einem der ersten beiden Ränge landen. „Wir haben leider auch in diesem Jahr wieder eine extrem starke Gruppe zugelost bekommen“, moniert der Landestrainer das fehlende Losglück.

 

Neben Thüringen wartet auf die Berliner Mädchen noch die Auswahl aus Niedersachsen/Bremen sowie Sachsen. „Das wird sehr schwer werden. Da muss die Tagesform entscheiden.“

 

Vor dem Jahreswechsel hatte der Trainerstab der Berlin-Auswahl die Sportlerinnen noch einmal zum dreitägigen Trainingslager in das Horst-Korber-Sportzentrum gebeten. Neben den normalen Trainingseinheiten standen außerdem Viedoschulungen auf dem Programm.

 

Landestrainer Christian Fitzek will nichts dem Zufall überlassen, wenn es darum geht, sich auch in diesem Jahr erneut zu steigern. Vor zwei Jahren landete die Mädchen-Auswahl des HV Berlin noch auf dem letzten Rang. Im vergangenen Jahr wurde man bereits Elfter, schlug im Platzierungsspiel die Auswahl des HV Hamburg mit 27:22.

 

Während des Trainingslagers strahlte Fitzek einen gewissen Optimismus aus. „Ich bin der Meinung, dass es – wenn wir unsere Leistung auf die Platte bringen – schwer sein wird, uns zu schlagen. Wir gehen da mit breiter Brust rein“, verkündet Fitzek.

 

Zu den Stärken der Berliner Mannschaft gehört auf jeden Fall der breit aufgestellte Rückraum. „Wir haben hier sehr viele gute Spielerinnen, die dort alle eine ganz unterschiedliche haben. Eine weitere Stärke ist auch die mannschaftliche Geschlossenheit“, lobt Fitzek seine Mannschaft. Ein weiteres großes Plus sind in diesem Jahr außerdem die Schlussleute. „Man darf nicht vergessen, dass wir mit Sarah Hübner sicherlich eine der besten Torhüterinnen in Deutschland bei uns im Tor haben“, so Fitzek weiter.

 

Dem Landestrainer ist aber auch bewusst, dass seine Mannschaft auch Schwächen hat: Es fehlt den Berliner Spielerinnen an der entsprechenden Wettkampferfahrung, welche Mädchen in den anderen Landesverbänden allein schon durch die entsprechende Ligenzugehörigkeit ihrer Vereinsteams sammeln.

 

Die meisten Berliner Spielerinnen sind beim Berliner TSC aktiv, dominieren ihre Partien dann auch entsprechend, weil es an der Konkurrenz fehlt. „Für uns wird es immer dann schwierig, wenn es kurz vor Schluss sehr eng wird. Denn das sind die Mädels so nicht gewohnt.“

 

Dass die Berliner Auswahl nicht ohne Grund nach oben blickt liegt auch daran, dass neben der bereits erwähnten Torhüterin Sarah Hübner mit der Rückraumspielerin Leoni Baßiner eine zweite Jugendnationalspielerin das Trikot des HV Berlin beim Turnier tragen wird.

 

„Die Mädels sehen, wo man hinkommen kann, wenn man in dem Bereich wirklich Vollgas gibt. Es ist für die beiden Mädchen aber auch eine große Bürde. Alle schauen zu ihnen und erwarten dann auch in den entscheidenden Situationen, dass von ihnen Verantwortung übernommen wird“, warnt Fitzek vor zu großen Erwartungen. Wie wichtig die bereits erwähnte Wettkampferfahrung ist, zeigte die Berliner Auswahl beim Deutschland-Cup beziehungsweise beim Vorgängerturnier, dem Länderpokal, immer wieder in den vergangenen Jahren.

 

Aber nicht nur Spiele auf einem regelmäßig hohem Niveau sind einer der Eckpfeiler für den Erfolg. Auch die Trainingsquantität an der Sportschule ist ein wichtiger Baustein. Dieser Baustein wird sich in den kommenden Jahren auch bei den Mädchen immer deutlicher bemerkbar machen. „Bei diesem Jahrgang wird das noch nicht so entscheidend sein. Die Sportschülerinnen, die wir dieses Mal dabei haben, sind zum Teil noch zwei Jahre jünger. Aber sie sind schon auf dem Weg nach oben“, freut sich Fitzek.

 

Sowohl Leoni Baßiner als auch Moana Thelemann müssen sich in diesem Jahr mit Spielerinnen messen, die bereits zwei Jahre älter sein werden. „Aber die können sich da behaupten“, ist sich Fitzek sicher. „In den kommenden Jahren wird es dann aber so sein, dass wir dort durchgängig mit Sportschülerinnen unterwegs sein werden. Dann haben wir natürlich auch ganz andere Möglichkeiten“, wagt der Übungsleiter einen vorsichtigen Ausblick in die Zukunft.

 

„Wir dürfen alle gespannt sein, wie sich unsere Mädchen in diesem Jahr schlagen werden. Die bisherigen Leistungen in der Vorbereitung machen Mut für eine gute Platzierung“, sagt  HVB-Präsident Thomas Ludewig.