Ber­li­ner TSC und LSC Köln gewin­nen den Best Prac­ti­ce Award 2026 der IG Handball

Vom: 7. August 2026

Der Ber­li­ner TSC und der LSC Köln sind die Gewin­ner des Best Prac­ti­ce Award 2026 der IG Hand­ball. Aus­ge­zeich­net wur­den zwei Pro­jek­te, die auf unter­schied­li­che Wei­se zei­gen, wie Ver­ei­ne den Hand­ball wei­ter­ent­wi­ckeln und neue Men­schen für den Sport begeis­tern können.

Gesucht wur­den Ideen mit Vor­bild­cha­rak­ter – Pro­jek­te, die Wir­kung ent­fal­ten und gleich­zei­tig ande­ren Ver­ei­nen als Inspi­ra­ti­on die­nen kön­nen. Ent­schei­dend für die Jury waren dabei nicht die Grö­ße eines Ver­eins oder das ver­füg­ba­re Bud­get, son­dern die Wir­kung der Pro­jek­te und die Fra­ge, was ande­re Ver­ei­ne dar­aus ler­nen können.

“Die Reso­nanz auf den Best Prac­ti­ce Award hat unse­re Erwar­tun­gen deut­lich über­trof­fen”, sagt Mar­co Keh­ren­berg, Vor­stands­mit­glied der IG Hand­ball. “Wir haben unglaub­lich viel Enga­ge­ment, Krea­ti­vi­tät und Lei­den­schaft erlebt. Ehr­lich gesagt hät­ten wir am liebs­ten deut­lich mehr Pro­jek­te aus­ge­zeich­net. Des­halb über­le­gen wir gemein­sam mit unse­ren Part­nern bereits, wie wir auch wei­te­ren Initia­ti­ven eine grö­ße­re Büh­ne geben können.”

Ber­li­ner TSC setzt ein Zei­chen gegen Diskriminierung

In der Kate­go­rie „Enga­ge­ment im Hand­ball“ über­zeug­te der Ber­li­ner TSC mit sei­nem Pro­jekt TRAuM – Teams für Respekt, Awa­re­ness und Menschlichkeit.

Aus­gangs­punkt war ein ras­sis­ti­scher Vor­fall, den die Frau­en­mann­schaft im Jahr 2024 erle­ben muss­te. Der Ver­ein ent­schied sich bewusst dage­gen, die­sen als Ein­zel­fall zu behan­deln. Statt­des­sen ent­wi­ckel­te die Hand­ball­ab­tei­lung gemein­sam mit exter­nen Exper­tin­nen und Exper­ten ein umfas­sen­des Awa­­re­­ness-Kon­­­zept mit geschul­ten Ansprech­per­so­nen, kla­ren Mel­de­we­gen, Work­shops sowie Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en und Leit­fä­den für den Ver­eins­all­tag. Die ent­wi­ckel­ten Mate­ria­li­en stellt der Ber­li­ner TSC inzwi­schen auch ande­ren Ver­ei­nen zur Verfügung.

“Der Ber­li­ner TSC hat gezeigt, wie aus einer schwie­ri­gen Erfah­rung etwas ent­ste­hen kann, das den gesam­ten Hand­ball wei­ter­bringt”, sagt Keh­ren­berg. “Die Jury hat beson­ders beein­druckt, dass der Ver­ein kon­kre­te Hil­fe­stel­lun­gen ent­wi­ckelt hat, von denen auch vie­le ande­re Ver­ei­ne pro­fi­tie­ren können.”

LSC Köln bringt den Hand­ball dort­hin, wo Kin­der sind

In der Kate­go­rie „Hand­ball für alle“ setz­te sich der LSC Köln mit sei­ner Grun­d­­schul-Liga Hand­ball Köln durch.

Gemein­sam mit Schu­len, Lehr­kräf­ten, der Stadt Köln und star­ken Part­nern aus der Wirt­schaft bringt der Ver­ein den Hand­ball­sport direkt in den Sport­un­ter­richt. Kern des Pro­jekts ist eine acht­wö­chi­ge Unter­richts­rei­he für drit­te Klas­sen mit anschlie­ßen­dem Abschluss­tur­nier. Bereits im ers­ten Pro­jekt­jahr nah­men 20 Grund­schu­len, mehr als 1.000 Kin­der aus acht Köl­ner Stadt­be­zir­ken teil. Rund 840 Kin­der kamen dabei erst­mals über­haupt mit dem Hand­ball­sport in Berüh­rung. Gleich­zei­tig erhal­ten Lehr­kräf­te Mate­ria­li­en und Fort­bil­dun­gen, um die Inhal­te lang­fris­tig eigen­stän­dig im Unter­richt weiterzuführen.

Die Jury über­zeug­te vor allem die kon­se­quen­te Wei­ter­ent­wick­lung des For­mats „Grun­d­­schul-Liga“: Der LSC Köln ver­bin­det sport­li­che För­de­rung mit Inte­gra­ti­on und Inklu­si­on, qua­li­fi­ziert Lehr­kräf­te für eine nach­hal­ti­ge Ver­an­ke­rung im Schul­all­tag und schafft gemein­sam mit Schu­len, Kom­mu­ne und star­ken Part­nern aus der Wirt­schaft ein Netz­werk, das weit über den Hand­ball­sport hin­aus Wir­kung entfaltet.

“Die Grun­d­­schul-Liga zeigt ein­drucks­voll, wie Hand­ball Men­schen zusam­men­brin­gen kann”, sagt Keh­ren­berg. “Das Pro­jekt erreicht Kin­der, die den Sport vor­her oft noch gar nicht kann­ten, ver­bin­det Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus ganz unter­schied­li­chen Lebens­rea­li­tä­ten und zeigt, was mög­lich wird, wenn ein Ver­ein star­ke Part­ner für eine gemein­sa­me Visi­on begeis­tert. Genau die­ser Netz­werk­ge­dan­ke macht das Pro­jekt zu einem Best Prac­ti­ce, von dem vie­le ande­re Ver­ei­ne ler­nen können.”

Attrak­ti­ve Gewin­ner­pa­ke­te dank star­ker Partner

Bei­de Sie­ger­ver­ei­ne erhal­ten dank der Unter­stüt­zung von Toni Mes­ter (DVAG), spi­zed und naht­stel­le attrak­ti­ve Gewin­ner­pa­ke­te. Die­se bestehen aus 1.500 Euro Preis­geld, einem indi­vi­du­ell gestalt­ba­ren Tri­kotsatz von spi­zed sowie 150 Paar indi­vi­du­ell gestal­te­ten Ver­eins­so­cken von nahtstelle.

Die IG Hand­ball bedankt sich bei allen Ver­ei­nen, die sich mit ihren Pro­jek­ten bewor­ben haben, sowie bei ihren Part­nern für die Unter­stüt­zung des Best Prac­ti­ce Award 2026. Vie­le der ein­ge­reich­ten Initia­ti­ven sol­len auch über den Wett­be­werb hin­aus vor­ge­stellt wer­den, um mög­lichst vie­len Ver­ei­nen neue Ideen und Impul­se für die eige­ne Ver­eins­ar­beit zu geben.

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