30 Jah­re Freun­des­kreis des Deut­schen Handballs

Der FDDH fei­ert Jubi­lä­um: Seit rund drei­ßig Jah­ren unter­stützt der gemein­nüt­zi­ge Ver­ein die Hand­ball­ju­gend des Deut­schen Hand­ball­bun­des. Über zwei­hun­dert Mit­glie­der sind dabei. Mitt­ler­wei­le konn­ten ins­ge­samt über 500.000 Euro an För­de­run­gen aus­ge­schüt­tet wer­den. Doch was wäre der Ver­ein ohne Mis­ter FDDH: Der Ehren­vor­sit­zen­de Hen­ning Opitz ist seit der ers­ten Stun­de dabei, unter­stützt und berät auch heu­te noch den Vor­stand. Immer ist ihm anzu­mer­ken, dass er wei­ter­hin für den FDDH brennt und im Rah­men sei­ner Mög­lich­kei­ten wei­ter nach vor­ne brin­gen will.

Mit Hen­ning Opitz, Mis­ter FDDH und Ehren­prä­si­dent vom HVB, sprach Johan­nes Weber, stellv. FDDH-Vorsitzender:

FDDH: „Hen­ning, berich­te uns doch bit­te mal kurz, wie Dei­ne Hand­ball­lauf­bahn verlief.“

Hen­ning Opitz: „In den Jugend­jah­ren spiel­te ich aktiv Hand­ball, damals noch auf dem Groß­feld. Nach einem kur­zen Aus­flug in die Leicht­ath­le­tik begann ich mei­ne Schieds­rich­ter­kar­rie­re im Alter von 16 Jah­ren. Ich gehör­te zum Nach­wuchs­ka­der des DHB und pfiff nach­her auch Bun­des­li­ga­spie­le. Das begann eben­falls auf dem Groß­feld und ver­la­ger­te sich dann aber in die Hal­le. Ein beson­de­res Ereig­nis war ein Halb­fi­nal­spiel, dass vor über 30.000 Zuschau­ern im Dort­mun­der Sta­di­on „Rote Erde“ aus­ge­tra­gen wur­de und ich die allei­ni­ge Ver­ant­wor­tung hat­te. 1978 pfiff ich mein letz­tes Spiel. Ich habe übri­gens auch zahl­rei­che Ehren­äm­ter im Hand­ball­be­reich beklei­det. So war ich zum Bei­spiel von 1982–1986 Vize­prä­si­dent beim DHB, war aber auch in Ver­ei­nen und Ver­bän­den aktiv.“

FDDH: „Und dann kam der FDDH…… Lass uns doch auch da teilhaben.“

Hen­ning Opitz: „Am 27. Mai 1991 wur­de der FDDH gegrün­det. Das Ziel die­ses gemein­nüt­zi­gen Ver­eins war damals schon die Unter­stüt­zung der Hand­ball­ju­gend. Öffent­lich vor­ge­stellt wur­de der im Herbst 1991 anläss­lich eines Län­der­spiel­tur­niers in der Frank­fur­ter Fest­hal­le.  Die ers­ten Mit­glie­der waren die Gold­me­dail­len­ge­win­ner von 1991, so zum Bei­spiel Kurt Klüh­spieß und Hei­ner Brandt. Ein­ge­stielt wur­de das damals vom DHB. Ich per­sön­lich war seit­dem dabei. Dann wur­de die Geschäfts­stel­le des FDDH in Ber­lin ange­mel­det, deren Tätig­keit ich ehren­amt­lich über­tra­gen bekam. Als der Vor­sit­zen­de Arno Böck­ling 1995 zurück­trat, wur­de ich dann zum 1. Vor­sit­zen­den gewählt. Unmit­tel­bar nach mei­ner Wahl wur­den die ver­streu­ten Anlauf­stel­len des FDDH aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den nach Dort­mund ver­legt. Das ver­ein­fach­te die Zusam­men­ar­beit mit den Behör­den, ins­be­son­de­re mit den bis dahin drei zustän­di­gen Finanz­äm­tern, erheb­lich. So war ich dann 25 Jah­re der Vor­sit­zen­de des FDDH. Die­sen Pos­ten gab ich dann aus Alters­grün­den ab. 2016 wur­de dann Kay Brüg­mann in das Amt gewählt. Er war davor mein Stell­ver­tre­ter. Das Jubi­lä­um wur­de mit einem Fest­akt in Ham­burg began­gen. Eini­ge Ehren­mit­glie­der und Prä­si­den­ten von Lan­des­ver­bän­den,  DHB-Prä­si­dent Andre­as Michel­mann und wei­te­re Hand­ball­spit­zen­funk­tio­nä­re sowie Mit­glie­der waren dabei.“

FDDH: „Das hört sich ja rich­tig span­nend an. Was war Dir denn immer beson­ders wichtig?“

Hen­ning Opitz: „Ein Punkt stimm­te mich in mei­ner Start­zeit immer nach­denk­lich: Es wur­de mal hier und mal dort eine Akti­on unter­stützt. Aber eine trans­pa­ren­te, rich­ti­ge För­de­rung gab es nicht. Und damit star­te­ten wir dann durch. Mein größ­tes Anlie­gen bestand immer dar­in, für den FDDH Wer­bung zu machen und neue Mit­glie­der zu gewin­nen. So konn­ten wir zum Bei­spiel dann schnell die Lan­des­ver­bän­de und auch Regio­nal­ver­bän­de als Mit­glie­der begrü­ßen. Auch die Prä­si­den­ten tra­ten ein. Selbst auf Euro­pa- und Welt­meis­ter­schaf­ten konn­ten wir unse­ren FDDH prä­sen­tie­ren. Immer wie­der habe ich auf unse­ren Ver­ein auf­merk­sam gemacht. Ich fühl­te mich manch­mal wie ein „Pre­di­ger vor dem Herrn“.

Ganz wich­tig war für mich auch die Mit­glied­schaft und die Unter­stüt­zung von Joa­chim Deck­arm. Er ist ja seit 1993 Ehren­mit­glied beim FDDH. So konn­te ein Bene­fiz­spiel zu Guns­ten der Joa­chim-Deck­arm- Stif­tung orga­ni­siert wer­den. Hier tra­fen die Welt­meis­ter von 1978 aus dem Wes­ten auf den Olym­pia­sie­ger von 1980 aus dem Osten auf­ein­an­der. Die­ses Spiel fand vor über 2000 Zuschau­ern statt und brach­te einen Erlös in Höhe von einem hohen 4‑stelligen Betrag zu Guns­ten der Joa­chim-Deck­arm-Stif­tung der Deut­schen Sporthilfe.“

FDDH: „Schil­de­re uns doch bit­te mal ein her­aus­ra­gen­des Erleb­nis aus Dei­ner Sicht.“

Hen­ning Opitz schmun­zelt: „Da gibt es Vie­le. Aber um eins auf­zu­grei­fen: 2015 wur­den 25 Mit­glie­der des FDDH vom Deut­schen Hand­ball­bund zur Welt­meis­ter­schaft nach Doha ein­ge­la­den. Das Kon­tin­gent wur­de kos­ten­frei zur Ver­fü­gung gestellt. Und das war eine beein­dru­cken­de Rei­se. Der dama­li­ge DHB-Prä­si­dent, Bern­hard Bau­er, begrüß­te die Teil­neh­mer per­sön­lich und nahm an Mee­tings teil. Es ging auf die Fans zu. Es war ein Prä­si­dent „zum Anfassen“.

FDDH: „Hen­ning, was wür­de Du dem Vor­stand ger­ne mit auf den Weg geben?“

Hen­ning Opitz: „Es wäre sehr gut, wenn die Öffent­lich­keits­ar­beit for­ciert wird. Wir müs­sen uns wie­der zei­gen, aktiv auf Men­schen zuge­hen. Das wird ja vor­aus­sicht­lich bald wie­der mög­lich sein. Wir müs­sen an Ver­an­stal­tun­gen teil­neh­men. Auch die Pres­se­ar­beit muss wie­der anlau­fen. Wir müs­sen über unse­re geför­der­ten Pro­jek­te berich­ten. Letzt­end­lich geht es doch dar­um, neue Mit­glie­der zu gewin­nen und damit mehr För­der­mit­tel zu gene­rie­ren. Anträ­ge gibt es genug. Die lie­gen bei einem Wert von gerun­de­ten 100.000 Euro pro Jahr. Doch nur 30.000 Euro davon kön­nen bis­her erfüllt wer­den. Also gibt es noch viel zu tun.“

FDDH: „Hen­ning, vie­len Dank für das Gespräch. Dir alles Gute.“

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